Dein erstes Magic-Deck bauen: Schritt für Schritt
Noch nie gespielt oder seit Jahren raus? So baust du aus deinen Karten ein spielbares Magic-Deck: Farben, 24 Länder, Manakurve und die häufigsten Anfängerfehler.
Noch nie gespielt oder seit Jahren raus? So baust du aus deinen Karten ein spielbares Magic-Deck: Farben, 24 Länder, Manakurve und die häufigsten Anfängerfehler.
Viele Sammler haben Hunderte Magic-Karten, aber nie ein eigenes Deck gebaut. Oder das letzte Spiel liegt Jahrzehnte zurück. Dieser Ratgeber führt dich in 7 Schritten von „ich habe Karten“ zu „ich habe ein spielbares Deck“. Du brauchst kein Vorwissen.
Wer zuletzt 1995 gespielt hat, kennt das meiste noch. Ein paar Dinge sind heute anders:
Deine alten Karten sind übrigens nicht wertlos fürs Spiel. In einer lockeren Runde mit Freunden darfst du alles spielen, was du hast.
Magic hat viele Formate, also Regeln dafür, welche Karten erlaubt sind. Für den Anfang reichen zwei:
Turnierformate wie Standard oder Modern erlauben nur bestimmte Sets. Die brauchst du erst, wenn du in einem Laden mitspielen willst.
Jede der 5 Farben spielt sich anders:
| Farbe | Stärken |
|---|---|
| Weiß | viele kleine Kreaturen, Lebenspunkte gewinnen, schützen |
| Blau | Karten ziehen, gegnerische Zauber verhindern, fliegende Kreaturen |
| Schwarz | Kreaturen zerstören, Stärke gegen Lebenspunkte, Friedhof nutzen |
| Rot | direkter Schaden, schnelle Angriffe |
| Grün | große Kreaturen, zusätzliches Mana |
Tipp für Sammler: Schau zuerst, wovon du die meisten spielbaren Karten hast. Zwei Farben geben dir mehr Auswahl, eine Farbe macht das Deck zuverlässiger. Mehr als zwei Farben lohnen sich am Anfang nicht, weil dir sonst oft das passende Mana fehlt.
Ein Deck gewinnt nicht, weil es die stärksten Einzelkarten hat, sondern weil alle Karten dasselbe wollen. Für das erste Deck ist ein Plan am einfachsten: Kreaturen ausspielen und angreifen. Rot-Grün oder Weiß-Grün eignen sich dafür besonders gut. Wenn du später Lust auf mehr hast, gibt es Decks, die lange verteidigen und spät gewinnen, oder Decks rund um eine bestimmte Kombination.
| Teil | Anzahl | Wofür |
|---|---|---|
| Länder | 24 | damit du jeden Zug Mana hast |
| Kreaturen | 16 bis 20 | dein Plan zum Gewinnen |
| Entfernung („Removal“) | 4 bis 8 | gegnerische Kreaturen loswerden |
| Sonstiges | der Rest | Karten ziehen, Kampftricks, Verstärkungen |
Bei zwei Farben teilst du die Länder nach den farbigen Symbolen auf deinen Karten auf. Haben beide Farben etwa gleich viele Symbole, nimmst du 12 und 12. Dominiert eine Farbe, eher 14 und 10.
24 Länder klingt nach viel. Zu wenige Länder sind aber der häufigste Grund, warum Anfänger verlieren: Die Hand ist voll, doch nichts lässt sich bezahlen.
Die Manakurve zeigt, wie viele Karten wie viel kosten. Sie soll dafür sorgen, dass du früh etwas tun kannst und später noch Kraft hast. Ein guter Richtwert für ein Kreaturen-Deck:
| Kosten | Anzahl Karten |
|---|---|
| 1 Mana | 4 bis 6 |
| 2 Mana | 8 bis 10 |
| 3 Mana | 6 bis 8 |
| 4 Mana | 4 bis 6 |
| 5 Mana und mehr | 2 bis 4 |
Der typische Sammlerfehler: lauter beeindruckende Karten für 6 oder 7 Mana. Die liegen dann auf der Hand, während der Gegner längst angreift.
Jede Karte darf höchstens 4 Mal im Deck sein, nur Standardländer (Ebene, Insel, Sumpf, Gebirge, Wald) beliebig oft. Nutze das: Deine besten Karten gehören 3 oder 4 Mal ins Deck. Dann ziehst du sie auch wirklich. Ein Deck aus 36 verschiedenen Einzelkarten spielt sich jedes Mal anders und selten gut.
So könnte ein erstes Deck aufgebaut sein. Die Namen sind Beispiele, nimm, was deine Sammlung hergibt:
Am schnellsten kommst du mit einem fertigen Deck ins Spiel. Wizards veröffentlicht Einsteiger-Decks und vorkonstruierte Commander-Decks, deren Kartenlisten online stehen. Nimm so eine Liste als Vorlage und schau, was davon schon in deiner Sammlung liegt. Genau dafür gibt es den Deckbau bei TCG-Completist.
Der Deckbau ist kostenlos. Wie du deine Sammlung dafür schnell erfasst, steht in Sammlung scannen statt abtippen.
Mehr braucht es für dein erstes Deck nicht. Bau es, spiel es und verbessere es nach jeder Runde. So lernt jeder Magic, auch die Profis.