Dein erstes Pokémon-Deck bauen: Schritt für Schritt

Noch nie Pokémon gespielt oder seit der Kindheit raus? So baust du aus deinen Karten ein spielbares Deck: 60 Karten, Entwicklungslinien, Trainer, Energie und typische Fehler.

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Viele haben als Kind Pokémon-Karten gesammelt, aber nie richtig gespielt. Oder die letzte Runde liegt viele Jahre zurück. Dieser Ratgeber führt dich in 7 Schritten von „ich habe Karten“ zu „ich habe ein spielbares Deck“. Du brauchst kein Vorwissen.

Pokémon in einer Minute

Was du als Wiedereinsteiger wissen solltest

Deine alten Karten aus den 90ern sind für ein Turnier nicht mehr erlaubt. Für eine Runde mit Freunden darfst du aber spielen, worauf ihr euch einigt.

Schritt 1: Wie willst du spielen?

Schritt 2: Wähle ein Haupt-Pokémon

Jedes gute Deck hat einen Star: ein starkes Pokémon, das die meisten Preiskarten holen soll. Oft ist das ein Pokémon-ex der Phase 1 oder 2, zum Beispiel Glurak-ex. Schau in deiner Sammlung, welches starke Pokémon du hast, und bau das Deck darum herum.

Bleib bei 1 Energietyp, höchstens 2. Sonst fehlt dir oft die passende Energie für die Attacke.

Schritt 3: Entwicklungslinien richtig zählen

Ein Phase-2-Pokémon brauchst du nur, wenn auch seine Vorstufen im Deck sind. Bewährt hat sich für die Hauptlinie die Verteilung 4-3-3: 4 Basis-Pokémon, 3 Phase 1, 3 Phase 2. Für eine Nebenlinie reicht 2-1-2 oder 2-2.

Die Trainerkarte Sonderbonbon (Rare Candy) entwickelt ein Basis-Pokémon direkt zur Phase 2. Damit kannst du die mittlere Stufe etwas knapper halten.

Schritt 4: Das Gerüst für 60 Karten

TeilAnzahlWofür
Pokémon12 bis 18deine Angreifer und Helfer
Trainer30 bis 36Karten ziehen, suchen, wechseln
Energie10 bis 14für die Attacken

Das überrascht viele Wiedereinsteiger: Heute besteht ein Deck zur Hälfte aus Trainern. Sie sorgen dafür, dass du die richtigen Pokémon und die Energie zur richtigen Zeit auf der Hand hast.

Schritt 5: Die wichtigsten Trainer

Wie bei allen Karten gilt: höchstens 4 Karten mit gleichem Namen. Nur Basis-Energie darfst du beliebig oft spielen.

Schritt 6: Lieber 4 gleiche als lauter Einzelstücke

Deine wichtigsten Karten gehören 3 oder 4 Mal ins Deck. Dann ziehst du sie auch. Ein Deck aus vielen verschiedenen Einzelkarten spielt sich jedes Mal anders und selten gut.

Schritt 7: Testen und anpassen

Ein Beispiel: ein Feuer-Deck für Einsteiger

Die Abkürzung: ein fertiges Deck als Vorlage

Am schnellsten kommst du mit einem fertigen Deck ins Spiel. Es gibt Einsteigerdecks und Liga-Kampfdecks, deren Kartenlisten online stehen. Auch die kostenlose App Pokémon-Sammelkartenspiel-Live zeigt fertige Decks und exportiert sie als Liste. Diese Liste fügst du bei TCG-Completist ein und siehst sofort, was davon schon in deiner Sammlung liegt.

So hilft dir TCG-Completist

  1. Öffne im Konto-Menü 🃏 Decks und klick auf „Neues Deck“. Wähle Pokémon als Spiel.
  2. Füge eine Liste ein, zum Beispiel „4 Glurak-ex“ oder im Format der App „4 Charizard ex OBF 125“. Deutsche und englische Namen werden erkannt.
  3. Du siehst sofort, welche Karten du schon hast, welche fehlen und was der Rest ungefähr kostet.
  4. Willst du eine bestimmte Holo oder Reverse spielen, legst du den Druck mit einem Klick fest. Fehlende Karten setzt du mit einem Klick auf die Wunschliste.

Der Deckbau ist kostenlos.

Die 5 häufigsten Anfängerfehler

  1. Zu wenige Trainer. 30 bis 36, nicht 10.
  2. Unvollständige Entwicklungslinien. Ohne Vorstufen kommt dein Star nie ins Spiel.
  3. Zu viele Energietypen. Bleib bei 1, höchstens 2.
  4. Zu wenige Basis-Pokémon. Sonst musst du oft neu ziehen.
  5. Lauter Einzelstücke. Lieber 3 oder 4 Kopien der wichtigsten Karten.

Mehr braucht es für dein erstes Deck nicht. Bau es, spiel es und verbessere es nach jeder Runde.

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