Dein erstes Yu-Gi-Oh!-Deck bauen: Schritt für Schritt
Seit den 2000ern raus oder nie gespielt? So baust du aus deinen Karten ein spielbares Yu-Gi-Oh!-Deck: 40 Karten, Archetypen, Extra Deck, Fallen und typische Fehler.
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Viele haben Yu-Gi-Oh!-Karten gesammelt, als die Serie im Fernsehen lief, aber
nie ein eigenes Deck gebaut. Dieser Ratgeber führt dich in 7 Schritten von „ich
habe Karten“ zu „ich habe ein spielbares Deck“. Du brauchst kein Vorwissen.
Yu-Gi-Oh! in einer Minute
Jeder Spieler startet mit 8000 Lebenspunkten. Wer zuerst
auf 0 ist, verliert. Du verlierst auch, wenn du ziehen musst und dein Deck
leer ist.
Du ziehst zu Beginn 5 Karten. Wer anfängt, zieht im ersten Zug keine Karte
und darf noch nicht angreifen.
Pro Zug darfst du 1 Monster als Normalbeschwörung
ausspielen. Monster der Stufe 5 und 6 brauchen dafür 1 Tribut, ab Stufe 7
sind es 2.
Zauberkarten wirken meist sofort. Fallenkarten
legst du verdeckt hin und aktivierst sie frühestens im Zug des Gegners.
Was du als Wiedereinsteiger wissen solltest
Heute dreht sich viel um Spezialbeschwörungen: Monster,
die du zusätzlich zur Normalbeschwörung ausspielst, oft mehrere pro Zug.
Das Extra Deck (bis 15 Karten) enthält Fusions-, Synchro-,
Xyz- und Link-Monster. Du beschwörst sie aus Monstern, die schon auf dem
Feld liegen.
Es gibt eine Verbotsliste: Manche Karten sind verboten oder
nur 1 bis 2 Mal erlaubt. Der Topf der Gier (Pot of Greed) ist zum Beispiel
verboten.
Gute Nachricht für Sammler: Bei Yu-Gi-Oh! gibt es keine
Rotation. Deine alten Karten sind im normalen Format weiterhin erlaubt,
solange sie nicht auf der Verbotsliste stehen.
Schritt 1: Wie willst du spielen?
Freies Spiel: Ihr einigt euch, was erlaubt ist, zum
Beispiel nur Karten aus der Anfangszeit. Damit empfehlen wir zu
starten.
Normales Format (Advanced): Alle Karten sind erlaubt,
außer denen auf der aktuellen Verbotsliste. So wird im Laden und auf
Turnieren gespielt.
Schritt 2: Wähle einen Archetyp
Ein Archetyp ist eine Kartenfamilie mit gleichem Namensteil,
deren Karten sich gegenseitig suchen und verstärken, zum Beispiel alles rund um
den Blauäugigen w. Drachen (Blue-Eyes) oder den Dunklen Magier (Dark Magician).
Ein Deck aus einem Archetyp ist für Anfänger am einfachsten, weil die Karten
zusammenpassen.
Schau in deiner Sammlung, von welcher Familie du die meisten Karten hast, und
bau das Deck darum herum.
Schritt 3: 40 Karten, nicht mehr
Erlaubt sind 40 bis 60 Karten im Main Deck. Nimm genau 40.
Je kleiner das Deck, desto öfter ziehst du deine besten Karten. Jede Karte darf
höchstens 3 Mal im Deck sein, Main, Extra und Side Deck
zusammengezählt.
Schritt 4: Das Gerüst für 40 Karten
Teil
Anzahl
Wofür
Monster
16 bis 22
dein Archetyp, vor allem Stufe 4 und niedriger
Zauber
10 bis 16
suchen, ziehen, Monster entfernen
Fallen
4 bis 10
den Gegner im eigenen Zug stören
Extra Deck
bis 15
Fusions-, Synchro-, Xyz- und Link-Monster
Halte die meisten Monster auf Stufe 4 oder darunter. Monster, die einen
Tribut brauchen, liegen sonst oft nutzlos auf der Hand. 2 bis 4 starke große
Monster reichen.
Schritt 5: Karten, die in fast jedes Deck passen
Suchen: Karten deines Archetyps, die andere Karten aus dem
Deck holen. Sie machen das Deck verlässlich.
Entfernen: Zauber und Fallen, die gegnerische Monster
zerstören oder verbannen.
Handfallen (Hand Traps): Monster, die du aus der Hand im
Zug des Gegners einsetzt, um seinen Plan zu stören. Bekanntestes Beispiel ist
Aschblüte & Freudiger Frühling (Ash Blossom & Joyous Spring).
Schritt 6: Lieber 3 gleiche als lauter Einzelstücke
Deine wichtigsten Karten gehören 3 Mal ins Deck. Dann ziehst du sie auch
wirklich. Ein Deck aus 40 verschiedenen Karten spielt sich jedes Mal anders und
selten gut.
Schritt 7: Testen und anpassen
Misch das Deck und zieh 5 Karten. Eine gute Starthand hat
ein Monster, das du beschwören kannst, und eine Karte, die etwas sucht oder
stört. Mach das 10 Mal.
Spiel ein paar Runden gegen Freunde.
Karten, die nie etwas bewirkt haben, fliegen raus. Ersetze sie durch eine
weitere Kopie deiner besten Karte.
Die Abkürzung: ein Structure Deck als Vorlage
Konami bringt regelmäßig Structure Decks heraus: fertige
Decks zu einem Archetyp, die sofort spielbar sind. Die Kartenlisten stehen
online. Füg so eine Liste bei TCG-Completist ein und sieh nach, was davon schon
in deiner Sammlung liegt. Ein bewährter Trick: Aus 2 bis 3 gleichen Structure
Decks wird ein richtig starkes Deck, weil du die besten Karten dann 3 Mal hast.
So hilft dir TCG-Completist
Öffne im Konto-Menü 🃏 Decks und klick auf „Neues
Deck“. Wähle Yu-Gi-Oh! als Spiel.
Füge eine Liste ein, zum Beispiel „3 Ash Blossom & Joyous Spring“.
Überschriften wie „Extra Deck“ und „Side Deck“ werden erkannt. Nutze die
englischen Kartennamen.
Du siehst sofort, welche Karten du schon hast, welche fehlen und was der
Rest ungefähr kostet. Jede Seltenheit zählt.
Willst du eine Karte in einer bestimmten Seltenheit spielen, legst du den
Druck mit einem Klick fest. Fehlende Karten setzt du mit einem Klick auf die
Wunschliste.
Der Deckbau ist kostenlos.
Die 5 häufigsten Anfängerfehler
Zu viele Karten. 40, nicht 60.
Zu viele große Monster. Tribute kosten dich Karten.
Kein roter Faden. Lieber ein Archetyp als lauter starke
Einzelkarten.
Lauter Einzelstücke. Die wichtigsten Karten 3 Mal.
Keine Antworten. Ohne Karten zum Entfernen und Stören
verlierst du gegen jedes starke Monster.
Mehr braucht es für dein erstes Deck nicht. Bau es, spiel es und verbessere
es nach jeder Runde.