Yu-Gi-Oh!-Seltenheiten erkennen: Rare, Super Rare, Ultra Rare & Co.
Bei Yu-Gi-Oh! steht die Seltenheit nicht auf der Karte. So erkennst du Rare, Super Rare, Ultra Rare, Secret Rare, Collector's Rare und weitere Stufen am Foil.
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Bei Magic verrät das Set-Symbol die Seltenheit, bei Pokémon das kleine Zeichen
unten auf der Karte. Bei Yu-Gi-Oh! gibt es so etwas nicht: Die Seltenheit steht
nirgends auf der Karte. Du erkennst sie nur daran, was glänzt.
Wer das einmal verstanden hat, sortiert seine Karten in wenigen Minuten richtig
ein.
Die Faustregel: Name, Bild oder ganze Karte?
Halte die Karte schräg ins Licht und stell dir drei Fragen:
Glänzt der Name? Wenn ja: silbern, gold oder regenbogenfarben?
Glänzt das Bild?
Glänzt die ganze Karte, also auch Rahmen und Textfeld?
Mit diesen drei Antworten ist fast jede Karte eindeutig bestimmt.
Die häufigsten Seltenheiten
Seltenheit
Kartenname
Bild
Common
normal gedruckt
matt
Rare
glänzt silbern
matt
Super Rare
normal gedruckt
holografisch
Ultra Rare
glänzt gold
holografisch
Secret Rare
glänzt regenbogenfarben
holografisch mit feinem diagonalem Streifenmuster
Kurz gesagt: Glänzt nur der Name, ist es eine Rare. Glänzt nur
das Bild, ist es eine Super Rare. Glänzt beides, entscheidet die Farbe des Namens:
gold heißt Ultra Rare, regenbogenfarben meist Secret Rare oder eine der
Sonderstufen weiter unten.
Sonderstufen in Sammler-Sets
Collector's Rare (seit 2021): Das Foil im Bild folgt den
Konturen des Motivs, einzelne Details glitzern fast wie geprägt. Die Fläche ist
nicht gleichmäßig holografisch.
Starlight Rare: Die ganze Karte glänzt mit waagerechten Linien,
auch Rahmen und Textfeld.
Ultimate Rare: Name, Rahmenteile und Motiv sind als Relief
geprägt und schimmern golden, ohne Regenbogen-Holo.
Ghost Rare: Das Bild ist silbrig, fast farblos und wirkt wie
ein durchscheinendes Hologramm.
Platinum Secret Rare und Prismatic Secret Rare:
Abwandlungen der Secret Rare, mit eher silbrigem Muster bzw. mit vielen
Lichtpunkten statt Streifen.
Quarter Century Secret Rare: wie eine Secret Rare, zusätzlich
mit dem Quarter-Century-Stempel zum 25. Jubiläum.
Gold Rare und Premium Gold Rare: Name und
Kartenrahmen glänzen gold. Bei der Premium Gold Rare hat das Gold eine körnige
Glitzerstruktur.
Short Prints und Super Short Prints sehen übrigens genauso aus wie Commons. Sie
lagen nur seltener in den Boostern.
Typische Verwechslungen
Super Rare oder Common? Bei schwachem Licht wirkt eine Super
Rare fast matt. Kipp die Karte, dann siehst du den Holo-Effekt im Bild.
Rare oder Ultra Rare? Schau auf die Farbe des Namens und aufs
Bild: Bei der Rare ist der Name silbern und das Bild matt, bei der Ultra Rare ist
der Name gold und das Bild holografisch.
Collector's Rare oder Starlight Rare? Bei der Starlight Rare
glänzt die ganze Karte. Bei der Collector's Rare bleibt das Foil im Wesentlichen
auf Name und Bild beschränkt.
Warum gibt es dieselbe Karte mehrfach im selben Set?
Vor allem in Sammler-Sets wie Rarity Collection oder Quarter
Century Stampede erscheint jede Karte in mehreren Seltenheiten, teils in
sieben verschiedenen. Die Kartennummer ist dabei dieselbe, nur das Foil
unterscheidet sich. Beim Preis liegen zwischen den Fassungen oft Welten: Die Super
Rare kostet ein paar Cent, die Quarter Century Secret Rare derselben Karte schnell
ein Vielfaches.
Für Sammler stellt sich deshalb die Frage, was „komplett“ eigentlich heißt. Die
meisten meinen: jede Karte einmal, egal in welcher Seltenheit.
Andere jagen gezielt jede einzelne Fassung.
So hilft dir TCG-Completist
Erkennungshilfe im Kartenfenster: Öffnest du eine
Yu-Gi-Oh!-Karte, zeigt dir der Kasten „Woran erkenne ich die Seltenheit?“ alle
Seltenheiten, in denen es diese Karte im Set gibt, jeweils mit kurzer
Erkennungsregel. Ein Klick auf eine Seltenheit öffnet genau diese Fassung zum
Abhaken.
Sammelziel „Jede Karte einmal (Seltenheit egal)“: Bei
Yu-Gi-Oh! ist das der Standard. Eine Karte zählt als gesammelt, sobald du sie in
irgendeiner Seltenheit besitzt. Wer jede Fassung sammeln will, stellt das Ziel im
Set auf „Alle Karten“.
Eigener Preis je Seltenheit: Jede Fassung hat ihren eigenen
Cardmarket-Preis. Der Fehlbetrag eines Sets rechnet je fehlender Karte mit der
günstigsten Seltenheit.